Reńćka ist des Nächtens zwischen Kinder- und Schlafzimmer unterwegs, was auch für mich keinen erholsamen Schlaf zulässt. Und so starte ich um 07:30 Uhr mit Kopfschmerzen in den Tag. Die Mädels sind derweil bereits seit einer halben Stunde auf den Beinen.
Da ich heute Spätdienst habe, darf ich etwas trödeln. So bespielen wir noch einen neuen Tonie. Dieses Mal gibt es klassische Musik. Wickeln und anziehen darf ich Zojka nicht. Sie verlangt nach ihrer Mama. Ich bereite Zoey noch das Frühstück vor. Nachdem der Toast mit Frischkäse mit etwas Marmelade verziert ist, wir sogar ohne Murren gegessen.
Zoey hat im Schlafzimmer 50 Cent gefunden und möchte nunmehr Brot kaufen gehen. Während ich unter der Dusche bin, sammelt sie ihre Jacke und den Rucksack ein und will los. Somit laufen wir dann alle los. Die Mädels kaufen beim Bäcker ein Brötchen. Zoey bezahlt tatsächlich. Ich mache mich auf den Weg zur Arbeit. Zoey und Renia gehen dann noch im Park und der Kleingartenanlage spazieren. Man muss inzwischen echt tapfer sein. Die Männer, die es noch kurz vor der Schließung der Friseurgeschäfte zum Haare schneiden geschafft haben, witzeln und spotten. Aber ich trage meine Matte tapfer und halte auch die restlichen 1 ½ Wochen noch durch.
Heute geht es früher für den Mittagsschlaf ins Bett und daher verabreden wir uns, dass ich Zoey in meiner Mittagspause wecke. Gegen 14:45 Uhr bin ich zu Hause. Zojka räkelt sich bereits im Bett. Was als gut gemeinte Konversation beginnt, endet wieder im Streit. Im muss mich abermals über den Unsinn meines Ansinnens, nach Frankfurt / Oder umzuziehen, belehren lassen und belasse es dann auch dabei.
Nachdem wir unserer Streitgespräch beendet haben, kommt Malutka zu Wort. Draußen spielen Kinder und so ruft sie: „Kinder spielen, Spielplatz zu“. Dies ist richtig, aber nur noch für eine Woche. Die Bildungssenatorin hat die Bezirke heute angewiesen, alle Spielplätze am 30.04.2020 wieder zu öffnen. Wenn auch viele Lockerungen aktuell zu früh kommen, kann dies nur als sinnvoll eingestuft werden. Anschließend laufe ich zurück zur Arbeit. Es herrscht Funkstille und somit weiß ich auch nicht, wie die Frauen den Nachmittag verbringen.
Ich bin um halb sieben von Arbeit zurück und es gibt Abendbrot. Während im Rahmen der letzten bestimmt zwanzig Abendessen Erbsen völlig verpönt waren, sind sie heute auf einmal wieder in Mode und werden lautstark eingefordert. Reis mit Frikassee geht halt immer. Anschließend klatschen Zoey und ich auf dem Balkon. Die Mädels schauen Fernsehen. Ich räume die Küche auf und genieße heute mein Zitrone-Ingwer-Getränk ohne äußere Einflüsse.
Zoey kommt dann mit ins Schlafzimmer und möchte lesen. Gegen halb neun bekommt sie ihre Milch. Heute Abend darf ich sie auch wieder umziehen. Nach dem Lesen reißt sie zwei Seiten im Buch kaputt und ist richtig traurig. Gegen 21:00 Uhr wird geschlafen.