Die Nacht war unruhig und Zoey ständig wach und auf der Suche nach Renia. Kurz nach acht Uhr dringen Rufe aus dem Nachbarzimmer herüber „aufwachen, Mama, aufwachen“. Die Mädels kommen dann zu mir. Zoey hat knallrote Wangen und lamentiert und labert ohne Unterlass. Verständlich ist es nicht, weil sie einfach Kauderwelsch spricht.

Renias Vermutung, dass Zoey fiebert, ist halbwegs zutreffend. Sie hat erhöhte Temperatur. Die nächsten Zähne kommen. Daher wird gelesen und Kakao getrunken. Dann möchte sie in den Garten raus. Dort spielen wir etwas Fußball. Der Nachbar bringt uns einen neuen Frosch, den wir ins Becken setzen.

Nach dem Frühstück geht es wieder raus. Es ist bereits 11:00 Uhr durch und wir haben keinen Tagesplan. Da sich das Wetter positiv entwickelt, entscheiden wir uns für einen letzten Besuch am Strand. Um 12:00 Uhr kommen wir dort an. Zoey macht keinen guten Eindruck und auch mein Husten wird nicht besser. Dennoch bauen wir alles auf. Neben uns buddelt Jagoda und wir setzen Zoey daneben. Nun buddeln zwei Kinder im Sand. Malutka kommt auf Nachfrage dann sogar zu uns gelaufen und legt sich erschöpft zu Renia.

Um zehn vor eins schlummert sie ein. So scheint es zunächst. Ein kurzer Moment des Lärmes lässt sie noch einmal aufschrecken. Sie isst dann eine Kleinigkeit und schläft um 13:20 Uhr endgültig ein. Nun haben wir wieder Zeit, uns zu fetzen. Obwohl dies die falsche Bezeichnung ist, da es wie üblich keine Lösung gibt. Es geht um den Wunsch, noch zwei Tage woanders hinzufahren und den Urlaub, wie im letzten Jahr zu verlängern. Ich könnte dies mit zwei Fußballspielen kombinieren. Die Diskussion erübrigt sich jedoch aktuell, weil Zojka halt Fieber hat.

Nach einer Stunde und zehn Minuten ist sie wieder wach. Sonderlich fitter sieht sie noch nicht aus, aber sie hat schon wieder Lust, sich zu bewegen. Also gehen wir spazieren. Die Temperatur ist bei 38,7 Grad angekommen. Am Himmel über dem Meer ziehen Regenwolken auf. Folglich beginnt ein hektisches Zusammengepacke. Zoey lässt sich nicht beirren und schmeißt genüsslich Steine ins Wasser. Als wir dann bei Renia ankommen, packen auch wir zusammen und sind um 16:00 Uhr daheim.

Es regnet. Nach unserer Rückkehr schauen wir die „Möwenweg-Kinder“ und „Masza“, um Malutka ein wenig abzulenken. Irgendwie sind alle müde. Gegen 18:00 Uhr fahren wir ins Nachbardorf, um nach ein paar Brötchen zu besorgen. Als wir zurück sind, lässt sich Zojka nicht davon abbringen, noch dick eingemummelt im Sandkasten zu buddeln. Ich montiere den Träger auf BAO und Renia kocht. Zoey isst nur so mittelprächtig, aber sie isst und trinkt.

Wir rufen noch Babcia an, welche versucht, die kranke Zoey aufzumuntern. Dann knallt es abschließend zwischen Renia und mir. Es sind die üblichen Vorwürfe und Botschaften, die im Raum stehen. Dies macht es nicht besser. Zojka kann mit alledem nichts mehr anfangen. Sie hängt an mir dran und ruft unablässig nach ihrer Mama. Renia packt noch schnell und dann machen wir sie bettfertig.

Die Temperatur ist wieder gestiegen und bei 37,9 Grad angekommen. Zoey schläft gegen 20:00 Uhr ein. Immer wieder wird sie kurz wach und weint leise. Vom Tage bleiben also heute nur der Regen und die Tränen, die jeder auf seine Weise weint. Auch wenn ich es inzwischen besser wissen müsste, schaltet mein Körper wieder in den Stressmodus. Ich bin voller Sorge aufgrund Zoeys Fieber.

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