Inzwischen kann ich hustende Kinder nicht mehr hören. Zoey kommt nicht drüber hinweg und Olek fängt seit der Nacht auch an. Tapfer wie er ist, wird aber sogar das weggelächelt. So sind wir dann alle noch vor um acht Uhr auf den Beinen. Für Olek geht es bald auch wieder ins Bett zurück, weil Kranksein halt müde macht. Renia verzweifelt mehr und mehr an ihrer Physis. Die Schmerzen im Rücken machen ihr vor allem emotional zu schaffen. Früher kannte sie solche Beschwerden nicht. Als Mensch, der diesbezüglich etwas Vorsprung hat, kann ich ihr nur zur Akzeptanz der Situation raten.

Und so darf auch sie aufs Heizkissen neben Olek. Zoey und ich gehen derweil draußen Steine in den Container werfen und Struktur in den Anbau bringen. Eine Stunde hält sie durch, bevor sie die Lust verliert. Aus Fußball zu viert wird heute ein Papa-Tochter-Ausflug nach Eisenhüttenstadt. Ich versuche erst gar nicht zu erklären, dass es wie eine Reise in die DDR ist. Es sieht noch alles aus wie in Oberliga-Zeiten, ohne dass ich damals schon mit dort war. Aufgrund der sportlichen Niederungen sind kaum Leute vor Ort. Für Zoey heißt es daher klettern und erkunden. Sie hält dank Bratwurst und roter Brause bis zum Schlusspfiff durch.

Wir besorgen dann noch im EKZ nebenan alle möglichen Kleinigkeiten und düsen Heim nach FFO. Dort wartet schon Olek auf sein Kuscheleinheit. Bevor es Abendbrot gibt, schafft es Zoey noch mit einem ungezielten Wurf des Minion-Plüschtiers ihr Wasserglas vom Tisch zu schießen. Eine halbe Stunde wird dann darum gezankt, dass sie den Tisch wischen und das Glas wegbringen soll. Dann wird gegessen und mit Oma telefoniert. Um halb acht geht es für alle Kinder ins Bett. Auch die Großen schlafen wieder mit ein.

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