Im Zentrum der Schuld ist es bisweilen einsam. Einsam ist es, weil einer alleine halt Schuld hat.

Meine Nacht endet um 06:00 Uhr. Zojka tappst durch die Gegend und landet dann bei mir im Bett. Nase putzen und sie möchte Paw Patrol hören. Irgendwie schlafe ich dabei noch einmal ein. Um 07:35 Uhr kommt dann auch die Fraktion Schlafzimmer rüber. Der Tag kann starten.

Olek moniert gleich beim Umziehen, dass dort, wo der Heizstrahler hing, jetzt Löcher sind. Das muss doch bitte repartiert werden. Der Wunsch ist natürlich Befehl. Auch baue ich morgens mit tatkräftiger Unterstützung der Kinder das neue Gartenungeheuer zusammen. Nach dem Frühstück geht es in den Garten. Die Kindesmutter fährt mit Olek einkaufen, Zoey unterstützt mich beim Vertikutieren. Olek zieht dann auch noch eine Bahn mit und geht mittags schlafen.

Beim Hin und Her zwischen oben und Haus packe ich einen Akku nebst Rasenresten in den Flur. Fehler! Dass ich zwischendrin noch neuen Rasen im Baumarkt kaufe, dem großen Kind den Fernseher anmache und die Suppennudeln koche, geht leider unter in der Wahrnehmung. Vielmehr gibt es nochmals Ärger, dass ich in der Aufgabenfülle die Rasengeräte ohne Reinigung in den Schuppen geräumt habe. Fehler! Dass ich den Schuppen in der letzten Woche aufgeräumt habe, findet keine Erwähnung.

Nach dem Austausch von Nettigkeiten schnappe ich mir die Kinder. Wir fahren zum Müllroser Stadtfest. Fehler! Es ist viel zu spät und die Attraktionen, die ich anvisiert habe, sind bestimmt schon abgebaut. Dass die Kinder auf der Hüpfburg sind, Enten angeln, Eis essen und Zoey auch noch einen Schmetterling geschenkt bekommt, ist nicht weiter erwähnenswert. Die Kinder ziehen gut mit und sind artig.

Wir treffen unsere Nachbarn und auch die Auslöser unseres aktuellen Streites. Außer auf ein „Guten Tag“ habe ich keine Kommunikationslust. Da ist ein Haken dran. Da die Kinder in Müllrose nichts essen möchten, gibt es in FSL Cheeseburger. Nach einer Badewanne geht es dann ins Bett. Zoey wünscht sich meine Gesellschaft beim Einschlafen und ist innerhalb von 5 Minuten weg. Ich fahre noch mal schnell zu Kaufland.

Am Abend weint der Himmel mit mir. Ein krasser Wolkenbruch, wohl sinnbildlich für den aktuellen Zustand. Neidisch denke ich an all die Männer, die hinter sich eine Frau haben, die an einen glaubt und einen stärkt. Ich bin in einer permanenten Rechtfertigungsschleife, ohne auch nur einmal zur Ruhe zu kommen. Lieber Gott, ich danke Dir für die beiden tollen Kinder! Ohne die beiden hätte ich längst aufgegeben.

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