Am dritten Urlaubstag werde ich von einem Küsschen geweckt. Zeitgleich wird das Fenster aufgerissen und mein Bett okkupiert. Ich realisiere, dass nur eine Frau bei mir ist. Die andere schläft kurz nach acht Uhr noch, weil die Nacht so unruhig war. So haben wir wenigstens etwas Zeit, in Ruhe in den Morgen zu starten.

Gegen halb neun ist dann auch Malutka wach. Sie ist heute zuckersüß und Papas Darling. Und so schmeißt sie sich mir sogar an den Hals. Wir lassen morgens noch einmal die Urlaubsplanungen Revue passieren. Reńćka hat mir bei allem eine entscheidende Information vorenthalten. In Polen ist Himmelfahrt ein wichtiger Feiertag und bedeutet somit die Möglichkeit eines verlängerten Wochenendes für die Einheimischen. Dies erklärt die Zimmernot über diesen Zeitraum hinweg. Somit kann und muss neu geschaut werden.

Nach dem Frühstück fahren wir zum Kinderschwimmen. Ich bin so aufgeregt, dass ich fast meine Hose vergesse. Wir kommen pünktlich. Es ist ein tolles Gefühl, wieder mit der Prinzessin ins Wasser zu gehen. Ich muss mich erstmal justieren. Zoey ist inzwischen so groß, dass ich tiefer ins Wasser muss. Nach einem Durchgang Fangen wird getaucht; kein Problem für die Wasserratte. Schwimmflügel möchte sie heute jedoch nicht und auch über die Matte laufen, lehnt sie ab. Ich gebe aber nicht auf. Mit Spielzeug abgelenkt, realisieren wir dann doch noch Beides. Und auf einmal wird aus dem kleinen Baby schon ein richtig großes Schwimmkind, welches sich beinahe alleine im Wasser bewegt.

Auf der Rückfahrt ist die Maus bereits so müde, dass sie schlafen möchte. Wir kommen aber rechtzeitig wieder an die frische Luft. Die Mädels gehen nach oben, Zoey bekommt ihr Mittag und wartet schon förmlich auf den Mittagsschlaf. Ich fahre nach Köpenick zur Werkstatt. Dort werde ich aber noch einmal für zwei Stunden weggeschickt.

Diese Wartezeit verbringe ich bei Oma Hihi, obgleich ich bereits nach wenigen Minuten das Gefühl verspüre, dass dies nicht die beste Idee ist. Oma hat viel zu erzählen und möchte, dass ich ihr die Tickets für ihren Ausflug am Freitag online buche und alles erkläre.

Zehn nach drei telefonieren wir zu viert. Ich entschuldige mich bei Zoey, dass ich nicht – wie zugesagt – zu Hause bin als sie aufwacht. Während ich im Auto sitze und ein zweites Mal zur Werkstatt fahre, ruft Reńćka noch einmal an. Sie ist mit Zoey in der Manduca gestolpert und gestürzt. Um zu vermeiden, dass Zoey auf den Kopf fällt, federt sie den Sturz mit Arm und Bein ab. Ich bin gleich voller Sorge, diszipliniere mich aber. Es ist nichts gebrochen und andere Mütter eilen ihr sofort zur Hilfe, aber der Schock sitzt tief.

Dann heißt es wieder warten. Die Mädels sind auf dem Spielplatz und BAO bekommt neues Kühlmittel. Ich spaziere in der Zeit durch Wendenschloss. Nach meiner Rückkehr folgt die Diagnose. Perspektivisch wird sich der Klimakompressor verabschieden. Ansonsten ist BAO aber in einem guten Zustand; seine Schrammen und Beulen mal außen vorgelassen. Die Reparatur reißt mit 119 Euro das nächste Loch in die Kasse.

Als ich um 18:45 Uhr nach Hause komme, muss ich zunächst Reńćka trösten. Dann gibt es Abendessen.

Während des Fernsehabends turnt Malutka auf der Couch herum. In einem unbedachten Moment rutscht sie weg und auch ich kann mich ins Retter-Buch eintragen, als ich sie gerade noch vor dem Aufprall abfange. Alle guten Dinge sind drei und so landet die Prinzessin heute tatsächlich auch noch einmal auf der Nase, als sie vor ihrer Spielekiste rutscht. Es scheint ihr jedoch nicht wehgetan zu haben, da sie sich nur schüttelt und wieder zurück klettert.

Um 20:30 Uhr gibt es den Abendbrei und eine Viertelstunde später liegt der Schlafmuffel im Bett. Ich lege mich um kurz nach neun noch zu den beiden Frauen und lausche Zoeys Erzählungen. Bis 21:30 Uhr dauern diese an.

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