Heute klingelt um 07:30 Uhr der Wecker. Zoey kuschelt da bereits zwei Stunden neben mir auf der Matratze. Ich bin mehr als aufgeregt. Zum Glück hilft mir Renia dabei, Zoey für ihren ersten Kita-Tag in FFO vorzubereiten. Wir kommen pünktlich um zehn vor neun aus dem Haus. An der Kita angekommen, erklärt man uns, dass die Eingewöhnung aufgrund des neuerlichen Lockdowns noch nicht stattfinden kann. Wir müssen mit der Entschuldigung leben, dass man uns nicht angerufen hat. Meinen Unmut darüber tue ich höflich kund. Zoey tröstet mich danach. Sie meint, dass wir es dann halt nächste Woche wieder versuchen.
Zurück zu Hause machen wir uns fertig für den Kinderarzt. Für Zoey wird die Kita-Tauglichkeit bescheinigt und Oleg bekommt den U3-TÜV. 300g und 2cm hat er bereits zugelegt. Das wird was. Wir gehen noch schnell einkaufen und dann zu Fuß wieder zurück. Das Wetter ist entgegen der Ankündigung okay. Es gibt Mittagessen und dann ist für Zoey Spielzeit in ihrem Zimmer. Renia kümmert sich um Oleg, der von der Aufregung des Tages mehr als müde ist. Ich erledige Bürokram.
Wir wollen dann eigentlich in die Stadt zum Uhren-Brunnen, wo seit vorgestern das Wasser angestellt ist. Malenka kommt aber nicht aus dem Knick. Erst um 17:00 Uhr kommen wir los. Wir entscheiden uns für eine Runde ums Haus mit Kinderwagen und Laufrad. Wir kommen bis zur Kriegsgräberstätte ein paar hundert Meter weiter von unserem Haus. Hier sind Gefallene aus dem ersten Weltkrieg beerdigt. Die Anlage ist adäquat und lädt zum Verweilen ein. Zoey wird schon wieder maulig, lässt sich aber noch ablenken.
Die Heimroute enthält dann viele Abfahrten und natürlich Konfliktpotenzial hinsichtlich des Aufpassens. Mama und Papa sind halt besorgt, wenn das Töchterchen auf die Straße zusteuert. Am Kreisverkehr dann wird es mir zu bunt und ich nehme Zoey das Laufrad weg. Den daraus entstehenden Wutanfall kann man dann wenigstens einmal nachvollziehen. Erst zum Abendessen, es gibt die Reste vom Vorabend, kehrt Ruhe ein. Dann geht es in die Badewanne für ein ausführliches Bad.
Malutka ist dann natürlich kaum mehr aus dem Wasser zu bewegen. Um 20:15 Uhr gelingt es mir. Ich mache sie bettfertig. Es gibt Milch und wir lesen noch kurz. Ab halb neun gibt es dann noch jede Menge zu beanstanden. Wie immer wird es plötzlich ruhig und die Maus schläft ein.