Am Tag nach Ellys Jugendweihe wird ausgeschlafen. Erst um 09:30 Uhr kommen wir in die Gänge. Irgendwo rauscht Wasser. Ich habe vergessen, dass Wasser abzustellen und der Schlauch hat sich gelöst. Ich stelle das Wasser ab, entscheide mich gegen den Abgleich der Wasseruhr und verdränge das Gewesene.
Wir machen die Kinder fertig für den Tag. Zojka sieht nach all ihren Stichen Dank Renias Calcium-Salben-Kur schon deutlich besser aus. Nach dem Frühstück geht es mit beiden Kindern in den Garten. Wir bereiten den Anbau vor. Olek schläft im Kinderwagen und Zoey buddelt. Mittags malt Malutka noch mit ihren neuen Wasserbildern und ich bringe weitere Fliegerschutz-Gitter an.
Um kurz nach vier Uhr starten nach Słubice. Wir fahren zum Markt. Dieser wird in der Zukunft aber nur wenig bis keine Rolle für unser Leben spielen, weil dort alles auf Berliner Touristen (inkl. der Preise) ausgerichtet ist. Zoey entdeckt einen Stand mit Puppenwagen und möchte natürlich zuschlagen. Es ist so ziemlich das erste Mal, dass wir ihr einen Wunsch verwehren, aber der abgerufene Preis passt mir nicht. Zoey ist traurig, muss aber diese Erfahrung machen.
Um 17:30 Uhr sind wir wieder daheim. Olek bekommt die Brust, Zoey geht spielen und ich kümmere mich weiter um die Fenster. Während Renia das Abendessen vorbeireitet, habe ich Olek auf dem Arm und Zoey im Schlepptau. Wir tanzen zu Hits aus den 90ern. Doktor Alban mit „It‘s my life“, mag Malutka besonders.
Nach dem Essen werden beide Kinder gebadet. Dann kracht es wieder, weil Zojka nicht hören will. Als sie anschließend noch durchs große Bett hopst und diverse Ermahnungen ignoriert, wird des Bettes verwiesen. Es gibt zwanzig Minuten lange Proteste. Aber Renia bleibt hart. Sie will auch, dass ich das Kinderzimmer verlasse und alleine einschlafen.
Abends wage ich mich noch einmal todesmutig in den Garten. Im Gewächshaus selbst geht es. Eine Antipathie gegen Tomaten scheint doch bei diesen Beißern vorhanden zu sein. Im Vorgarten ist es jedoch beinahe ummöglich. Also gibt es einen geordneten Rückzug. Insgesamt habe ich die Mücken-Population heute aber um 100 Exemplare reduziert.