Der Samstag ist dann halbwegs harmonisch. Ich darf zum Friseur und Jungkohl kaufen. Wir drehen eine Runde mit den Kindern und arbeiten etwas im Garten, bevor ich am späten Nachmittag nach Berlin fahren darf. Heute Abend gibt sich der entthronte Rekordmeister aus München die Ehre an der Alten Försterei und wir gehen mit 1:5 doch reichlich unsanft unter. Noch vier Spieltage bleiben, um den Abstieg zu verhindern.

Mir war nicht bewusst, dass mir das nach all den Jahren noch so aufs Gemüt schlägt, aber die Laune ist nach dem Aufwachen nicht gut. Als ich bei Zoey ins Zimmer gehe, werde ich angemault. Eigentlich dachte ich, dass sie längst wach ist, aber anscheinend schafft es Olek inzwischen, unten Krach für zwei zu machen.

Zoey wünscht sich heute Morgen Eierkuchen und die Sendung mit der Maus. Beide Wünsche werden erfüllt. Ich inseriere endlich unsere Fahrrad-Kindersitze und bin doch reichlich begeistert, als Zoey dann mit ihrer Polnischen Fibel lesen übt. Nach dem zweiten Frühstück geht es nach draußen auf eine Runde mit dem Lauf- und Fahrrad.

Es gibt wieder Meckereien, weil im Verkehr nicht gut genug auf Mama und Papa gehört wird. Daran müssen wir arbeiten. Zum Abschluss der Runde geht es noch auf einen Spielplatz. Eine der vielen Weisheiten von Horst Evers zielt in die Richtung, dass die Frauen Männer brauchen, um sie permanent zu belehren. Ich freue mich, was ich doch für ein Klischee-Exemplar bekommen habe.

Nun kann man sich als Mann darüber freuen oder halt nicht. Ich kann darüber sinnieren, nachdem wir auf dem Spielplatz angekommen sind und die Kinder buddeln. Es tröpfelt immer mal wieder von Himmel, so machen wir uns auf den Heimweg. Am Nachmittag wird im Garten gearbeitet. Ich hoffe, dass irgendwann mal alles fertig ist und man auch einfach mal die Vorzüge eines Hauses und der Kinder genießen kann.

So ist man immer auf dem Weg zur Arbeit. So zuckelt sich der Sonntag auch aus. Nach einem frühen Abendessen spielen wir noch eine Runde Mensch-ärgere-Dich nicht. Es geht noch mal in die Wanne für die Kinder und dann versuche ich, beide vom Einschlafen zu überzeugen. Olek ist schnell weg. Zoey verbanne ich um halb neun in ihr Bett, Renata muss dann noch mal ran, damit sie endlich einschläft.

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