Ein wildes Hin und Her in der Nacht endet damit, dass Olek und ich dann im Schlafzimmer nächtigen. Um 07:20 Uhr will er dann aber nicht mehr. Eine Stunde kuscheln und raufen wir noch im Bett, dann wecken wir den Rest im Haus auf. Babcia wünscht sich, dass sie heute nach Hause gebracht wird. Die Kinder sind entsprechend traurig.
Meine Prognose zum Frühstück wird noch übertroffen. Schon während Babcia noch da ist, geraten wir in Streit. Es funktioniert alles immer harmonisch, solange es nach Renias Willen geht. Kommt etwas ungelegen, wird es unsachlich. Ja, ich trauere meiner Groundhopping-Zeit hinterher und versuche, wenigstens noch in der Umgebung Fußball zu schauen. Aber selbst, wenn man mal fleißig im Haus unterwegs war, gibt es keine solche Belohnung mehr. Es regieren nur noch Verbote.
In diesem Spannungsfeld fahre ich dann Oma wieder nach Berlin. Erst einmal muss aber noch ein Großeinkauf erledigt werden. Während ich dann gediegen nach Hause fahre, um Sprit zu sparen (der Dieselpreis liegt weiterhin bei 2,15 Euro / Liter), denke ich, dass unsere Streitigkeiten pillepalle sind im Vergleich dazu, was am Tag 24 im Krieg in der Ukraine passiert. Inzwischen sind über 3 Millionen Menschen geflüchtet, 200000 davon in Deutschland angekommen. Im Land selbst geht das Morden Russlands weiter.
Zurück daheim liegt der Steuerbescheid im Briefkasten. Warum auch immer gibt es eine geringe Erstattung. Erklärungen gibt es nicht. Ich werkele noch ein wenig im Garten bis es Abendessen gibt. Abschließend schauen wir noch Union zu. Es setzt eine 4:0 – Niederlage beim FC Bayern. Dann geht es ins Bett.