Die Nacht ist wieder unruhig, die erste Dame des Hauses daher schon morgens ungenießbar und ich denke mir dann so als, das Homeoffice beginne, dass auch die Krankschreibung keine schlechte Idee gewesen wäre. Na ja, da die Ausfallzeiten Dank der Blinddarm-Geschichte eh schon immens sind für meine Verhältnisse und man als Führungskraft ja auch mal den Rücken gerade machen muss, heißt es Zähne zusammenbeißen.
Schön ist es aber auch, mal ein wenig was vom Trubel daheim mitzukommen. Ab und an kann ich sogar unterstützen. Olek macht dann mittags sein Schläfchen. Die Frauen sind einkaufen und auf dem Spielplatz, so bleibt für mich ein Moment, wo ich mal nach dem Krieg schauen kann. Tag 16 bringt weiterhin nur Trauer und Terror. Ein paar Tränen fließen auch bei mir.
Leider schläft Olek nicht sehr lange und so muss Babcia wieder ran, dass ich noch fertig arbeiten kann. Die Selbsttests für Oma und Renia ergeben weiterhin einen negativen Befund. Das ist schon mal gut. Während Renia auf Wunsch einer kleinen Dame Gurkensuppe zum Abendessen vorbereitet, ist der Rest draußen im Garten. Da nach meinem Telefonat mit dem Gesundheitsamt die Quarantäne bis zum 18.03. festgelegt wurde, ist das die einzige frische Luft, die ich atmen darf.
Nach dem Abendessen wird noch ein wenig zur Folklore getanzt. Beide Kinder haben einfach Musik im Blut. Dann wartet der Nachtschlaf. Alle Kinder sind bei Renia.