Inzwischen hasse ich diese Frühdienste von Renia. Nicht nur, dass sie woanders schläft und mitten in der Nacht raus muss, nein, es entsteht jedes Mal eine eigenartige Situation.

Auch heute wieder, als Zoey um 04:30 Uhr ins Schlafzimmer geleitet wird. Auch sie bellt so stumpf vor sich hin. Ich bin dann schon beim Aufstehen fertig, melde mich von Arbeit ab. Dann mache ich die Kinder fertig und wir fahren zum Arzt. Immer wieder drohe ich Zoey, dass sie zur Kita muss, weil ihr meiner Meinung nach gar nichts fehlt. Ich stelle mich heute wirklich dämlich an.

Als sie dann noch freudestrahlend im Wartezimmer spielt, ärgere ich mich noch mehr. Nach zwei Stunden sind wir dann beim Arzt raus. Es geht zur Apotheke, Brot kaufen und nach Hause. Die Kinder spielen noch etwas im Garten.

Dann gibt es Mittagessen. Hier kracht es dann richtig, weil Zoey wieder nur mault. Ich schreie sie doll an und bin fortan der unglücklichste Mensch auf dieser Welt. Auch nach meiner Entschuldigung geht es mir nicht besser. Olek schlaft inzwischen. Zoey hat sich auch zurückgezogen und hört Toniebox.

Als Renia dann mittags heimkommt, ist bei mir der Ofen aus. Das Analysegespräch höre ich mir noch an. Und ja, ich mache Vieles falsch. Leider. Aber irgendwie gab es auch keine Anleitung zu den Kindern. Während Renia, die Zoey eigentlich wecken will, bei ihr einschläft, gehe ich zum Nachdenken in den Garten.

Kurz nach zwei ist dann wieder Betrieb im Haus. Olek ist wach, Zoey meckert, weil es sie permanent im Schritt juckt und es gibt erstmal keine Lösung. Sie bekommt etwas zu essen, wir cremen sie ein und versuchen, sie im Garten abzulenken.

Ich habe dann Unterstützung beim Rasen mähen und wir spielen bis zum Abendessen lose miteinander. Nach dem Essen gibt es ein Kamillenbad für Zoey. Olek muss aufgrund seiner Erkrankung noch mal auf die Badewanne verzichten. Kurz nach sieben sind alle bei Zoey im Bett.

Sie liest Olek etwas vor und danach lese ich mit ihr. Aufgrund des Mittagsschlafes ist heute nicht mit einem schnellen Einschlafen zu rechnen. Im Gegenteil und als ich dann noch höre, was die kleine Maus alles so beschäftigt. Von Traumfänger über Friseurbesuch bis hin zu Momenten, wo Renia plötzlich weggelaufen ist. Als sie dann nach Mama fragt, ziehe ich mich heute einmal kampflos zurück.

Ich glaube, ihre Sorgen sind unsere Baustellen und unsere mangelhafte Kommunikation. Nur wir können es wieder reparieren und ihr Halt geben.

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