Seit heute kann man auch auf deutscher Seite wieder Knaller kaufen. Unsere Kinder haben keine Freude daran. Das werden jetzt erst einmal spannende Tage bis zum Jahreswechsel. Spannend ist auch die Frage, wie es für die Eltern weitergeht. Es ist ein ständiges Hin und Her.

Ich glaube manchmal, dass es für Renata einfacher wäre, einen polnischen Mann zu haben. Die kennen ihre Rolle, wissen sich darin zu bewegen und so weiter und so fort. Ich habe inzwischen regelrecht Angst vor meiner Frau. Angst davor irgendwas nicht oder wenn dann falsch gemacht zu haben. Das sollte nicht das Fundament sein.

Ich glaube, man kann auch, wenn man alt ist, noch locker sein und Spaß haben. So geht das aber völlig verloren. Und ich glaube, deshalb entgleiten uns aktuell auch unsere Kinder. Zumindest fühlt es sich so an. Obwohl ich heute den Tag auf Arbeit mehr als kurz halte, reicht es, dass sich die Frauen streiten. Zoey ist seit Tagen maulig.

So entstehen Konflikte. Das bringt mich in die Rolle eines Moderators und Schlichters. Erst am Nachmittag, als die Kinder wieder Kind sein dürfen und wir auf dem Spielplatz in FSL sind, normalisiert sich alles. Dazu besänftigt die Pizza am Abend die Gemüter. Und auch am Abend, die Kinder schlafen inzwischen, wirkt die Frau so derartig getrieben, fast schon besessen davon, sich irgendwie schlecht fühlen zu müssen. Ich würde das gerne von ihr nehmen, weiß aber nicht, wie es mir gelingen kann.

Vielleicht sind unsere Streitigkeiten auch ein Grund dafür, dass die Kinder nicht wieder gesund werden. Wer weiß das schon?! Es dauert in der Nacht lange, bis ich bei Olek liegend in den Schlaf finde. Die Anspannung der letzten Tage und die Gedanken, wie ich was anders machen kann, lassen mich nicht los. Der kleine Mann hustet ab und an, nichts was aber bedrohlich wäre.

Wir kommen gut durch die Nacht. Nur ans morgendliche Homeoffice ist nicht zu denken. Dafür schlafen wir halt aus. Oleks Husten kommt dafür im Laufe des Tages und das umso heftiger. Dennoch kommen die Kinder und Renata gut durch meine Arbeitszeit.

Die Frau ist dann wie ausgewechselt. Jetzt, wo auch ich daheim sein werde, ist wohl die Zuversicht zurückgekehrt. Die Kinder spielen, die Frau schleift den Esstisch ab und bringt Lasur auf. Ich fahre mit Olek noch mal kurz in den Baumarkt. Abendessen gibt es heute am Couchtisch.

Der Husten ist inzwischen mehr als schlimm, so dass er ein Zäpfchen für die Nacht bekommt. Damit beruhigt sich alles. Hoffentlich geht es auch bergauf. Wir schaffen das.

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