Zoeys Horterzieherin verabschiedet sich am kommenden Montag aus dem Beschäftigungsverhältnis. Die Elternzeitvertretung endet, die Stelleninhaberin kommt wieder. Warum nun allerdings diese zeitliche Lücke entsteht, muss man nicht verstehen. Dann noch Siggi, der die Schule verlässt, bedeutet in der Summe jede Menge Veränderungen. Zoey möchte heute Nachmittag ein Bild zum Abschied malen, ist aber mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Als sie es dann endlich hat, kommt Olek und zerstört das Bild.

Dies bedeutet Streit und laute Worte. Als ich dann nach Hause komme, ist die Stimmung am Tiefpunkt. Olek hat Stubenarrest. In der Summe kriege ich dann wieder alles ab. Kein Kümmern um die Kinder, die Beziehung ist kaputt. Alles ganz einfach. Wenigstens essen wir noch gemeinsam. Die Frauen haben Schnitzel gebraten und Zoey hat sie alle paniert. Danach geht es noch einmal nach oben in den Garten planschen.

Ich mache den Schuppen sauber. Zu spät geht es dann in die Wanne, wo es die Kinder völlig übertreiben. Dennoch bringt der Abend auch noch etwas Positives. Olek überwindet ganz plötzlich seine Phimose. Er ist doll stolz. Ich bin es auch und erleichtert. Als dann beide Kinder schlafen, gibt es noch die Erkenntnis der Frau, dass es mit uns Eltern nicht funktioniert. Wir haben bis auf unsere Kinder keine Gemeinsamkeiten mehr.

Mit dieser Feststellung, die sitzt, muss ich jetzt durch die Nacht. Als die Jahre, Monate und Tage… Ich liebe meine Familie und bin stolz auf das, was wir geschaffen haben. Ja, wir sind als Paar auf der Strecke geblieben, aber… tja. Keine Ahnung. Rein in die Veränderungskurve. Und das in dem Moment, wo Stärke gefragt ist. 

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