Es ist Sonntag, die Nacht dort hin war schon wieder bewegt, da Zoey nach all den erfolgreichen Nächten zweimal pipi ins Bett macht. Morgens wachen wir irgendwie im großen Bett auf. Olek und Renia sind da schon draußen zugange. Olek hat schon einen Eimer mit weißer Farbe umgeworfen.
Wir schaffen es heute, rechtzeitig zu frühstücken. Und somit bleibt Zeit für den Garten. Der eine Baumstumpf muss raus und ich habe Unterstützung durch die Kinder. Zoey verabschiedet sich dann und geht malen. Olek geht schlafen. Kurz vor zwei fahren wir nach Podelzig zum Fußball. Auf dem Platz ist auch ein Spielplatz integriert. Und die Dorfbevölkerung ist reichlich vertreten. Zoey spielt dort mit Chayenne und Layla. Am Ende sind alle glücklich und verabreden sich fürs nächste Spiel gleich noch mal. Na ja. Mal sehen.
Nachdem wir dann zurück sind, geht es noch einmal kurz in den Garten. Zoey aber geht nach drinnen auf die Couch. Sie klagt über Bauchschmerzen. Dies bestimmt dann auch den weiteren Verlauf des Abends. Neben dem Matschauge kommt jetzt noch dies als Herausforderung dazu. In der Analyse kann es eigentlich nur sein, dass sie Verstopfung hat. Wir sind uns nicht ganz einig, aber der letzte Stuhlgang war maximal gestern Morgen.
Abendessen mit Toastbrot und Frischkäse schaffen wir gerade noch so, ab der Badewanne wird es aber kritisch. Im Bett dann schläft die große Maus aber heute im Rekordtempo ein. Olek braucht länger und tanzt noch durchs Bett. Renia bleibt heute bei Zoey. Sie macht keinen guten Eindruck. Man merkt, wie sie leidet. Und da kommt dann natürlich auch der Papa bei mir durch. Da Zoey im Schlaf weint und sich wälzt, entscheiden wir, dass ich mit ihr ins Krankenhaus fahre. Auf der Fahrt dorthin kommt noch Übelkeit dazu.
Inzwischen kenne ich die Wege und Abläufe im Krankenhaus. Zum Glück sind wir erst einmal die einzigen Wartenden dort und kommen schnell ran. Nach einer eingehenden Untersuchung und Befragung entspricht die Diagnose meiner Diagnose. Dagegen kann dann nur ein Einlauf helfen, welchen ich bei Zoey raushandele. Die Gegenleistung sind dann zwei Pixie-Bücher aus dem Krankenhaus und eine Zusage für eine Zeitung.
Sie ist dann sehr tapfer und der Plan geht auf. Nachdem raus ist, was raus musste, geht es ihr endlich besser und sie wird auch wieder lebhafter. Ein riesiger Stein plumpst mir vom Herzen und wir machen uns nachdem wir den Abschluss-Bericht erhalten haben, auf den Heimweg. Beim „schau mal Papa, die Sterne!“ als wir rauskommen, schmilzt dann mein Herz so endgültig dahin. Ich liebe diese kleine Maus so sehr und will, dass es ihr immer gut geht.
Meine Taktik, dass Zoey auf der Heimfahrt einschläft, geht nicht auf. Viel zu aufregend war der Besuch im Krankenhaus und sind die Eindrücke der beleuchteten Stadt. Wenn nicht morgen wieder die Pflicht rufen würde, wäre ich wohl noch einmal zur Stadtbrücke gefahren. So aber geht es nach Hause ins Bett und dieses Mal auch wirklich.
Ich übernehme Olek, der bis auf zweimal Meckern, weil der Schnuller weg ist, ruhig schläft. Und so ist es dann schon deutlich nach 07:00 Uhr als wieder Bewegung ins Haus kommt. Zoey überrascht mich dahingehend, dass sie überhaupt wieder so früh aufwacht. Eine echte Steherin ist sie halt.
Und so geht dann weiter in die Kita und auch Arbeit, während Olek und Renia die andere Runde Übergabe erledigen. Am Nachmittag löse ich meine Zusage aus dem Krankenhaus ein. Zoey darf sich eine Zeitung aussuchen, weil sie so tapfer war.
Als wir dann zu Hause sind, nimmt das Unheil aber gleich seinen Lauf. Zoey steigert sich derartig in einen Fehler beim Malen hinein, dass ich ihr die Zeitung abnehme, was wiederum einen Wutanfall provoziert. Und der dauert. Dabei geht noch ihre Paw Patrol – Kiste kaputt. Alles in allem ist es ein Nachmittag zum Davonlaufen.
Dank der nächsten Zähne und der nächsten Zahnungs-Kaka ist Olek schon wieder wund am Po. Das Abendessen und das Baden klappen noch gut, beim Einschlafen bringt sie mich dann aber auf die Palme. Nach zweihundert Mal „Mama“ stelle ich sie bei Renia ab. Mit ihr kommt sie schnell zur Ruhe. Ich gehe arbeiten.