Unsere Große muss dann heute schon um 06:30 Uhr der Welt kundtun, dass ihr Zahn raus ist. Die Zahnfee hat zudem zwei Euro gebracht. Die liebe Frau, die anfangs noch nett ist, kräht und krächzt nur noch. Die Stimme ist futsch. Wir frühstücken heute schon um halb zehn und sind wirklich mal gut in den Tag gestartet. Zuviel Harmonie tut nicht gut. Schon gar nicht am Wochenende, wenn man mal zusammen ist.

Die selbe Frau, die permanent neue Schränke, etc. fordert, hält mir dann einen ihrer üblichen, zerstörerischen Vorträge, dass ich doch nur im Keller aufräumen muss. Ich will lediglich ein paar Bretter einziehen, um mehr Stauraum zu haben. Bam. Dass diese Eskalationen keinem wirklichen Muster folgen, muss wohl Taktik dahinter stehen. Also der Tag ist dann schon morgens gelaufen. Leider.

Die Kinder spielen gut und genügsam gemeinsam. Ab und an fällt man etwas runter oder Olek popelt die Farbaufkleber vom Zauberwürfel. Er hat ein großes Talent fürs Kaputt machen. Leider. Wir verzichten heute bewusst auf großartige Highlights, weil erstmal alle gesund werden sollen. So wird etwas Ordnung im Keller und draußen gemacht.

Am frühen Nachmittag fahren wir noch ins SMC, um für morgen ein Geschenk für Zosia zu besorgen. Die Kinder bekommen ein Eis. Renata läuft dann mit den Kindern heim. Ich gehe noch schnell einkaufen und ihnen dann entgegen. Während ich die Weihnachtsbeleuchtung abbaue, sammelt die Frau dann neue Kraft. Die Kinder führen noch vor dem Abendessen eine musikalische und tänzerische Darbietung auf. Dazu gibt es Puppentheater.

Vor dem Abendessen darf ich wieder in der Rolle des Blitzableiters ran. Da die Kinder Chaos hinterlassen haben, bekomme ich gleich auch mein Fett mit weg. Wofür, das weiß ich nicht so genau. Aber die Frau ist der Meinung, dass alle anderen – außer sie – fürchterlich unordentlich sind und nunmehr immer sie alles wegräumt. Meiner Meinung nach ein schöner Fall von Doppelmoral und fehlender Selbstreflektion, da man sich Dinge schönredet, durch die Verantwortlichkeit aller anderen für eben diese Dinge. Und auch Madame ist nicht die perfekte Ordnung in Person.

So gibt es Abendessen, Olek kostet dann doch die Kürbissuppe, die dann doch schmecket, während man Zoey nach drei Schüsseln bremsen muss. Es geht in die Wanne und dann auch ins Bett. Nicht ohne noch mal großes Drama mit krächzender Stimme als die Kinder aus der Wanne solle, zu liefern. Um 20:00 Uhr ist dann endlich Ruhe. Durchatmen.

Vieles, von dem was hier passiert, wenn Du Dich abends schon ins Bett verabschiedest, nimmst Du wahrscheinlich gar nicht wahr. Aber es passiert, obgleich Du natürlich stets effizienter arbeitest. Na klar.

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